Systematische Literaturrecherche zur Identifizierung von „Learning Analytics“-Kennzahlen im tertiären Bildungsbereich

Art

Bachelorarbeit

Track

Research,Main

Systematische Literaturrecherche zur Identifizierung von „Learning Analytics“-Kennzahlen im tertiären Bildungsbereich LSWI

Ziel

Für Bachelorstudenten ist die Arbeit besonders interessant, weil Wertschöpfungsprozesse in nahezu allen industriellen Unternehmen den Kern betrieblicher Leistungserstellung bilden. Die Wirtschaftsinformatik muss sich an diese Prozesse anschließen können, etwa durch Prozessmodellierung, Digitalisierung, Datenintegration, ERP-/MES-Anbindung, Kennzahlensysteme oder Entscheidungsunterstützung. Eine fundierte Kenntnis der Wertstromanalyse sowie eine vorzeigbare, praxisnahe Forschungsarbeit im Kontext einer Lernfabrik sind daher ein deutlicher Pluspunkt für Tätigkeiten im produzierenden Gewerbe. Zusätzlich trainiert die Arbeit die Fähigkeit, komplexe technische und organisatorische Zusammenhänge verständlich zu visualisieren und vor fachlichem sowie fachfremdem Publikum zu präsentieren.

Ziel der Bachelorarbeit ist es, den Wertstrom des Industrial Transformation Lab systematisch zu analysieren und visuell so aufzubereiten, dass zentrale Prozess-, Informations-, Material- und Lernflüsse verständlich dargestellt werden können. Dabei soll untersucht werden, wie die klassische Wertstromanalyse auf den besonderen Kontext einer hybriden Lern-, Demonstrations- und Forschungsumgebung übertragen und gegebenenfalls für Lernbausteine des InTraLabs nutzbar gemacht werden kann.

Arbeitsschritte dabei sind: 

  • Literature Review (theoretischer Hintergrund) zu Wertstromanalyse, Wertstromvisualisierung und Lernfabriken: Aufarbeitung zentraler Grundlagen zu Value Stream Mapping, Wertstromdesign, Prozessvisualisierung, Lean Production sowie Lern- und Demonstrationslaboren im industriellen Kontext.
  • Auswahl einer geeigneten Methodik für die Umsetzung von Wertstromanalysen im InTraLab
  • Abgrenzung des Untersuchungsgegenstands und Definition des Wertstroms
  • Datenerhebung und Wertstromanalyse des IST-Zustands im InTraLab:  Aufnahme des aktuellen Ablaufs. Dabei sollen insbesondere Prozessschritte, Informationsflüsse, Wartezeiten, Schnittstellen, Medienbrüche, technische Interaktionen und didaktische Elemente erfasst werden.
  • Visuelle Aufbereitung des IST-Wertstroms: Erstellung einer verständlichen und professionellen Wertstromdarstellung, die den Ablauf für fachliches und fachfremdes Publikum nachvollziehbar macht.
  • Ableitung von Verbesserungsmöglichkeiten und Definition eines SOLL-Zustand ODER Konzepterarbeitung von Ableitung von SOLL-Zuständen (strategisch-taktische Entscheidungen, die anfallen) für Lernbaustein
  • Vorschlag für Umsetzungsmöglichkeiten (Weg von IST zu SOLL), entweder praktisch anhand des IST-Case ODER theoretisch für Lernbaustein

Abbildung: Beispielhafter Wertstrom der Liquipur AG (Quelle: Erlach (2020, S.: 101)) 

Ergebnis der Bachelorarbeit soll eine visuell gut aufbereitete Wertstromdarstellung des InTraLabs beziehungsweise eines ausgewählten InTraLab-Prozesses sein, die zentrale Abläufe, Informationsflüsse, Schnittstellen und Verbesserungspotenziale verständlich macht. Zusätzlich soll ein methodisches Vorgehen oder Template entstehen, das für weitere Wertstromanalysen im InTraLab oder für die Integration in Lernbausteine genutzt werden kann.

Bei Interesse oder Nachfragen, melde Dich gerne bei mir: renzo.rauschenberg@lswi.de

Hintergrund

Das Industrial Transformation Lab (InTraLab) des Lehrstuhls verbindet Lernfabrik, Demonstrationsplattform und Forschungsumgebung für Themen der industriellen Transformation. Im Zentrum stehen praxisnahe Lern- und Demonstrationsformate zu Lean Production, Digitalisierung, Industrie 4.0, cyber-physischen Systemen, Robotik, Prozessmodellierung, KI und Mensch-Technik-Organisation. Dadurch entsteht ein hybrider Wertschöpfungskontext, in dem nicht nur physische Materialflüsse, sondern auch Informationsflüsse, Lernprozesse, technische Interaktionen und organisatorische Abläufe sichtbar gemacht werden müssen.

Literatur

Wertstromanalyse-Grundlagen:

  • Erlach, Klaus. Wertstromdesign: Der Weg zur schlanken Fabrik. VDI-Buch. Springer Berlin Heidelberg, 2020. https://doi.org/10.1007/978-3-662-58907-6.
  • Rother, Mike, und John Shook. Learning to See: Value-Stream Mapping to Create Value and Eliminate Muda. Version 1.5 ; 20th Anniversary Edition. Lean Enterprise Inst, 2018. (PDF auf Anfrage)
  • Singh, Bhim, Suresh K. Garg, und Surrender K. Sharma. „Value Stream Mapping: Literature Review and Implications for Indian Industry“. The International Journal of Advanced Manufacturing Technology 53, Nr. 5–8 (2011): 799–809. https://doi.org/10.1007/s00170-010-2860-7.


Lernfabriken (und Wertstromanalyse):

  • Riemann, Thomas, und Joachim Metternich. „Building Competencies for Value Stream Mapping – Evaluation of a Virtual Learning Scenario“. SSRN Electronic Journal, Online-Vorab-Publikation, 2022. https://doi.org/10.2139/ssrn.4074052.
  • Segura, Pablo, Erick Ramírez-Cedillo, David Romero, Russel Bradley, Ciro A. Rodriguez, und Brian Anthony. „Value Stream Mapping & Discrete Event Simulation in a Learning Factory: An Education 5.0 Approach to Teach Digital Lean Manufacturing Principles“. 2025 World Engineering Education Forum - Global Engineering Deans Council (WEEF-GEDC), 21. September 2025, 1–6. https://doi.org/10.1109/WEEF-GEDC66748.2025.11256246.
  • Oberhausen, Christof, und Peter Plapper. „Value Stream Management in the “Lean Manufacturing Laboratory”“. Procedia CIRP 32 (2015): 144–49. https://doi.org/10.1016/j.procir.2015.02.087.

Bewerbung

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Vorgehen bei der Einreichung

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